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Tagebuch 7sins
2009-03-28 13:51
Liebe, Selbstliebe, Tränen und Versagen
Doppelkopf hat mir gestern wieder gut gefallen nur daß I. nicht mal abgesagt hat, einfach nicht erschienen ist find ich nicht so klasse ich mag alle drei ich wurde gefragt, wie es auf der Arbeit läuft. nich so toll - habe über mein global excellence prob gesprochen, daß ich ein ungewünschter Mitarbeiter bin und daß man mich loswerden will. obwohl ich eigtl. angst davor hab, dann nicht mehr gemocht zu werden, daß die auch denken, ich sei ein loser. aber ich bin doch nur ehrlich, warum soll ich allen erzählen, wie toll alles läuft, wenn es nicht so ist? wenn die mich jetzt nicht mehr akzeptieren, dann ist es ihr prob und nicht meins. dann sind sie nicht gut für mich. ich muß mich davon verabschieden, nur geliebt zu werden, wenn ich so bin, wie ich denke, wie ich sein sollte oder wie andre mich haben wollen. ich bin nun mal zur zeit nicht erfolgreich. man sollte sich nicht über seinen Erfolg auf der Arbeit definieren. Wenn ich mal alt bin, ist das eine Episode in meinem Leben, in der ich Mißerfolge hatte. aber ich werde mich danach auch erinnern, wie es wieder bergauf ging, und was ich danach noch für positive Dinge erlebt habe. hab mich aber gewundert, daß ich doch recht gelassen darüber sprechen konnte. mit dem Abschluß: irgendwann wird mich auch wieder jmd. haben wollen. mit meinem Buch der göttlichen Ya-Yas bin ich fast am Ende. noch ein paar Seiten. grade versöhnen sich Sidda und ihre Mutter Vivi wieder. Sidda schenkt ihrer Mutter ein Glas, in dem symbolisch Tränen sind. Vivi fragt, sind das Deine Tränen. Ja, aber da ist noch Platz drin. für Vivis Tränen und mir rollt eine Träne über meine Wange. Sidda hat gerade etwas begriffen, daß es nicht wichtig ist, zu wissen und zu verstehen, sondern nur wichtig ist, zu lieben. ich denke darüber nach, wie oft man mir gesagt hat, oder ich gesagt habe, daß ich jmd. liebe oder lieb habe. damit bin ich einfach nicht groß geworden. es wurde nicht gesagt. auch eher selten gefühlt. Dabei ist Liebe doch DAS Lebenselixier. ich möchte mehr lieben und wenn ich es tue, es auch dann bewußt fühlen und es auch dann bewußt sagen. nur ab und zu sagt Mel mir, hdl, hab dich lieb. ich erwidere das auch und mir ist das dann immer komisch. weil es mir schwer fällt. ist es nicht so, daß es einem leicht fallen sollte, wenn man es wirklich fühlt, ich glaube ich habe Angst vor der Verantwortung dieser Worte. denn wenn ich so etwas sage, muß ich mich auch danach verhalten. und die Erwartungen, die daran geknüpft sind, erfüllen und auch andersrum. es ist die Angst, zu versagen, wenn ich es beweisen muß oder daß der andre versagt, wenn er vielleicht dran wäre. ich werde traurig bei diesem Gedanken... ich vermisse meinen Vater, den ich nicht kennenlernen durfte, der so traurig war, als ihm Kontakt zu mir verboten wurde. der sein Leben lang danach an mich immer dachte, wußte, daß es mich gibt und mich irgendwie geliebt hat aber seine Liebe nicht leben durfte. er würde dieses Jahr 77 werden. vielleicht lebt er auch nicht mehr. ich werde es leider nie erfahren. Kommentare |
7sins OfflineDE 2009-03-28 13:51 |