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2006-09-16 14:54
Abschied von Shanghai
Morgens war dann unser Abschied von Shanghai und wir machten uns per Zug auf den Weg nach HANGZHOU (Süd/Östliche von Shanghai)
Zugfahrt im Softseat (1. Klasse) ist auf jedenfalls geräumiger und auch gemütlicher als bei der Bahn. Hat etwas von Wohnzimmeratmosphäre… Mit Fernseher, Musikberieselung, Teppichen, Überwürfen und einer ständig präsenten Crew, die einem, natürlich gegen Aufpreis, allen möglichen Knabberkram etc. schmackhaft machen wollte. Die Aussicht bot natürlich wieder einiges chinesisch moderne Reihenarchitektur in quietsch gelb-und lachs Farbe direkt neben Bauernhäusern aus dem 19Jh, Müllansammlungen neben äußerst gepflegten Reisfeldern die von ihren greisen Besitzern durchwandert werden, und Parkanlagen und (mein Lieblingsbild) ein rot gekleidetes kleines Kind mit einem Fahrrad ganz allein und verlassen auf einer sechsspurigen Schnellstraße mit Mittelleitplanke mitten im Nirgendwo!
Dann mussten wir noch ne Weile mit dem Bus in die Stadt fahren, um zu unserer Unterkunft, die uns Mr. Zhu (Sebastians ehem. Boss) und besorgt hatte. Busfahren in China ist alelrdings meist kompliziert, da sehr selten etwas… ach Quatsch! Nie etwas auf Englisch ist, wenn man Glück hat wenigstens in Pin Ying oder mit arabischen Zahlen!? Die häufig ruppig wirkenden Busfahrer/-innen sind jedoch immer sehr hilfsbereit, wie übrigens alle Chinesen, die wir bisher getroffen haben, insofern sie einen verstehen, ebenfalls Mangels Englischkenntnissen oder meinem inzwischen stark Shanghai-/Süd-dialektlastigem Chinesisch. Wenn man sich allerdings verständlich gemacht hat bekommt man auch wirklich im hektischsten Getümmel die Ansage wann man den Bus verlassen muss. Super nett! Witzigerweise ist das Busfahren allerdings um einen weiteren Punkt verkompliziert: Selbst wenn man den richtigen Bus im Internet, nur mit fremder Hilfe, findet oder sogar den Bus als solchen wird man feststellen, dass er nach Angaben der Leute nicht wirklich existiert. Entweder wirlkich nicht mehr oder scheinbar eben jene ersehnte Bushaltestelle nicht, woran das nun liegt frage ich mich immer noch… Aber irgendwie hat das seinen ganz eigenen Flair.
Unsere Wohnung ist hier wirklich ganz nett. Auch wenn auch hier das Sauberkeitsempfinden nicht mit dem der Europäer übereinstimmt. Aber uns macht das eigentlich wenig aus. Auch wenn es keine wirkliche Dusche gibt, sondern nur einen Duschkopf neben dem Clo und man ziemlich aufpassen muss, dass einem beim Duschen das Wasser nicht bis ins Wohnzimmer läuft oder das Waschbecken, das irgendwie nicht wirklich richtig (durch einen Schlauch oder so) mit dem Boden verbunden ist, weswegen dort immer das oben hinein laufende Wasser, nach einer kurzen Zeit, unten wieder hinausläuft… Allerdings gibt es hierbei einen Spritzschutz für die Füße…
Die Einkaufsmeile (Nanjing lu) Leuchtreklamen, Restaurants, Stehimbisse und Markenläden sind hier auf dieser riesigen Straße befinden, wohl am stärksten vertreten. Doch sollte man dieses Trubels überdrüssig geworden sein, muss man nur einwenig gehen und gelangt wieder an das Ufer des Westlakes der von drei Bergen eingerahmt ist und sich nur zu einer Seite, dort wo Hangzhuo liegt, öffnet. Hier finden bei Dunkelheit tolle Wasserspiele mit Musikuntermalung statt und die „Skyline“ von Hangzhuou“ ist wirklich nicht zu verachten.
Nach dem schönen Wasserspiel haben wir unsere Karte zur Hand genommen und haben uns damit den Weg zu dem Wahrzeichen Hanghzuous gesucht. Der TURM DER RÜCKKEHR DES KÖNIGS SHU ist eine Pagode hoch oben auf dem westlichen Berg. Es lohnt sich allemal die vielen Stufen zu überwinden um die atemberaubende Aussicht zu bewundert. Am besten wohl bei Sonnenuntergang (welcher hier gegen 18h stattfindet).

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