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2005-09-27 22:23
der tröstende Tanz
Ich saß nur da und weinte. Ich war nicht hergekommen um ihn zu sehen, um mich von ihm trösten zu lassen. Ich wollte einfach das frische Laub riechen. Den kleinen Bach hören, wie er fröhlich floss, und weinen bis ich nicht mehr konnte. Als er kam, blickte ich nicht auf. Ich versenkte meinen Kopf in meine Hände und ließ die Tränen weiterfließen. Ewig lange saß ich so da und er stand daneben, wie er schaute oder was er tat, wusste ich nicht. Es war mir auch egal. Irgendwann nahm er seine Flöte und spielte. Zuerst ließ mich die Melodie noch trauriger werden. Sie weckte eine Sehnsucht in mir, die ich niemals stillen werde könnte.. Eine Sehnsucht,nach einer besseren Welt, seiner Welt, in der ich jedoch auch nicht glücklich sein würde. Irgendwann hörte ich auf zu schluchzen, obwohl ich innerlich immer noch weinte. Plötzlich fühlte ich seine Hand auf meiner und plötzlich war es gut so. Sanft führte er mich zur Mitte der Wiese und schwenkte mich lächelnd herum. Ich konnte gar nicht anders als zu lächeln, als ich seine grünen, blitzenden Augen sah, die mich wieder lachen sehen wollten und seine Hände beruhigend über meinen Rücken streichelten. Solange ich noch lachen konnte, solange er mich noch trösten konnte, wusste ich, dass es noch Hoffnung gab. Gewiss war sie nicht groß und vielleicht würde auch sie irgendwann verschwinden, aber noch war es nicht zu spät um zu lachen.

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