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2025-11-24 14:00
Ein Strich, der alles verändert
Damit meine ich die Tatsache, daß es jetzt wirklich und tatsächlich amtlich ist: C. hat am 12.12. seinen letzten Arbeitstag. Ich denke, er ist ganz froh, diesen Schritt gemacht zu haben, während ich mir das etwas anders gewünscht habe. Ich finde es noch immer schade, daß es so kommen mußte, muß aber an der Stelle gestehen, daß ich seine Entscheidung schon verstehen kann. C. ist der Meinung, daß wir das alles schaffen. Wenn er das sagt, muß das ja auch stimmen. Ob das aber immer so funktioniert, ist die zweite Frage, aber egal. Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, als wenn ich heute gar nichts auf die Reihe kriege. Es ist prickelnd, wenn man mit dem Kollegen darüber diskutieren muß, ob er aus einen Karton zwei machen muß. Daß ein Kunde unterschiedliche Lieferbedingungen haben kann, ist nun mal so. Das heißt aber noch lange nicht, daß man die Sachen zusammen packen kann, nur weil die Adresse stimmt. Muß ich erst bei C. petzen, damit M. die Sendung getrennt verpackt? So sieht es aus. Am Ende war dann doch alles ganz anders, weil es keine zwei Lieferbedingungen gab. Im System stand bei einem Schein tatsächlich die falsche Lieferbedingung drin. Jetzt mal ehrlich: wenn mir das doch schon auffällt, daß es zwei verschiedne Lieferbedingungen gibt, warum kommt der Kollege nicht ins Büro und fragt nach? Und wenn alle Scheine die gleiche Lieferbedingung haben, stellt sich mir die Frage, warum der Kollege aus dem Rep.-Center mir nicht sagt, daß die Lieferbedingung bei dem einen Schein falsch ist? Dann hätte ich mir die Mail auch sparen können, die ich dem Kollegen geschrieben habe. Na ja, das ist jetzt so was von egal. Ich werde das Kind schon schaukeln, egal wie. Es ist auch nicht so wichtig, von wem ich am Ende einen Einlauf kriege. Ich kann nun nicht mehr wie arbeiten. Ich sehe aber auch für mich nicht ein, daß ich jeden Tag länger mache, nur damit mein Schreibtisch sauber ist und die Leute am Ende nichts zu meckern haben. Ich weiß, daß ich es nicht jedem recht machen kann und das muß ich auch gar nicht. Ich kann nun mal nicht mehr wie arbeiten. Und wenn bestimmte Leuten der Meinung sind, bis zum jüngsten Tag im Büro sitzen zu müssen, weil sie die Welt retten müssen, dann dürfen sie das auch gerne machen. Ich bin da ganz ehrlich: ich mache momentan nur Dienst nach Vorschrift. Mag sein, daß das bei dem ein oder anderen nicht so gut ankommt, aber das ist mir an der Stelle so was von egal. Ich habe auch noch ein Leben nach der Arbeit und das ist mir wichtig. Vielleicht ändert sich meine Einstellung ja, wenn die allgemeinde Stimmung in der Firma wieder ein wenig besser wird. So lange die Leute keine Lust mehr haben, sehe ich nicht ein, daß ich lustig durch die Gegend laufe. Ich sollte vielleicht wirklich auf das hören, was man mir so zwischendurch sagt: daß ich das alles nicht so an mich ran lassen darf. Es bringt mich echt nicht weiter, wenn ich mich jeden Tag verrückt mache. Es kommt wie es kommt und fertig ist die Laube. Das sage ich jetzt, doch wenn ich wieder so einen richtig doofen Tiefpunkt habe, geht mir eh wieder alles auf den Sender. Das ist nun mal so. Kommentare |
2025-11-24 14:00 |