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2026-11-03 18:25
Erstens kommt es anders...
,,,und zweitens als man denkt. Mit dem Motto bin ich heute in den Tag gestartet. Es hat eigentlich schon viel früher angefangen, als mein Vater in der Nacht auf war und ihm sprichwörtlich der Beutel von seinem künstlichen Darmausgang um die Ohren geflogen ist. Es hat fast eine Stunde gedauert, bis das Bad wieder einigermaßen sauber war. So weit, so gut. Daß ich dann irgendwann mal aufstehen mußte, ließ sich leider nicht vermeiden, doch dann ging der Spaß erst richtig los. Meinem Vater war von jetzt auf gleich schwindelig, daß er um Hilfe gerufen hat. Es war so schlimm, daß mein Vater kurz davor stand, den Krankenwagen zu rufen. Er hatte Panik, daß das alles so anfängt wie im Januar. Das konnte ich schon verstehen, denn mir war auch nicht wohl bei dem Gedanken. Da kamen direkt wieder unangenehme Bilder zum Vorschein. Ich habe mir natürlich erstmal um meinen Vater gekümmert und wollte auch einen Bus später fahren, doch was war das Ende vom Lied? Ich bin gar nicht zur Arbeit gefahren. Ich habe S. und T. eine WhatsApp geschickt und habe gesagt, daß es mir nicht gut geht und ich die halbe Nacht gebrochen habe, vom Durchfall ganz zu schweigen. Ich habe natürlich beim Arzt angerufen und habe das genau so gesagt, Mit dem Ergebnis, daß ich bis morgen eine Krankmeldung habe. Jetzt habe ich natürlich schon die Befürchtung, daß mir genau das am Donnerstag vor die Füße fällt, denn heute war diese Einarbeitung zum Ein- und Auslagern. Als wenn so ein Magen-Darm-Virus Rücksicht darauf nimmt, was auf der Arbeit abgeht. Ich weiß nicht warum, aber ich kann mir gut vorstellen, daß ich bei den Kollegen das Gesprächsthema Nummer eins war. Und selbst wenn, wen interessiert das an der Stelle? Mich irgendwie nicht. Das soll jetzt nicht blöd rüber kommen, aber was hätte ich denn stattdessen sagen sollen? Daß es meinem Vater nicht gut geht? Ich weiß noch nicht mal, ob man mir das so wirklich geglaubt hätte. Dabei weiß man doch eigentlich, was in den letzten Monaten bei uns abgegangen ist. Doch darüber muß ich mir an der Stelle noch keine Gedanken machen. Das reicht, wenn sich das schlechte Gewissen erst morgen breit macht. Ich werde den morgigen Tag auf jeden Fall genießen und mich so pflegen, damit ich am Donnerstag wieder ins Büro kann. Der Rest ergibt sich dann wie von selbst, Kommentare |
2026-11-03 18:25 |