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2009-02-11 23:17
Fahrprüfung.
Durchgefallen. Mit meinem Alptraum überhaupt: Ein Fehler, den ich noch nie gemacht habe, welcher bisher nie ein Fehler war und den ich zukünftig (nach der nächsten hoffentlich bestandenen Prüfung) wahrscheinlich auch machen werde. Der Tag fing super an. Ich geh zur 1. Stunde, Französisch-Unterricht, pure Qual. Aber das hat mich garnicht so nervös gemacht, war eben nur ein schöner Anfang. Ganz schnell nach Hause, Richtung Fähre. Darauf die Fahrschülerin, die nach mir die Prüfung ablegen sollte, getroffen. Eine Fahrstunde gehabt, beschissen gefahren. McDonalds Parkplatz, ich werde immer nervöser. Ingo (Fahrlehrer) fragt, wie es mir geht, ich werfe ihm bloß einen Blick zu, weil ich nicht reden konnte. Er nimmt meine Hand hält die hoch, lässt sie los. Ich war nicht am zittern, nein, meine Hände wackelten unkontrolliert in jede Richtung. Ich wusste nicht, was in meiner Umgebung passiert und wo ich bin. Meine Prüfungsangst halt. Ingo beschließt, dass ich die Prüfung nach der anderen Fahrschülerin fahren soll, zwingt mich in ein Café. Dort trinke ich Tee und esse türkische Backspezialitäten. Die Frau dort war so nett, hat mir Mut zugesprochen, mir Kekse geschenkt, einen Tee ausgegeben. Ich wurde auch etwas ruhiger. Die Prüfungszeit kam immer näher. Also wieder Richtung McDonalds. Direkt auf's Klo. Oh Mann. Dann hatte ich mich wieder halbwegs im Griff. Stand wie doof vor'm Spiegel und hab mir eingeredet, nicht nervös zu sein. Ingo steigt aus dem Wagen, flüstert mir zu bloß auf die Spiegel zu achten, nicht zu ruckeln oder zu eiern. Das hat mir in dem Moment nichts gebracht. Rein ins Auto, Prüfer schien sehr ruhig und war auch irgendwie zuvorkommend. Technische Frage stammelnd beantwortet, letztendlich war ich sehr verwirrt durch Ingos Blick. Der hat mich nämlich angeguckt, als sei ich ganz von Sinnen. Der Prüfer hat mich aber verstanden. Nach einer schlechten Anfahrt (natürlich gleich Spiegelblicke und Handbremse zu lösen vergessen) bin ich den Umständen entsprechend garnichtmal so schlecht gefahren. Es war okay soweit. Nach einem beinahe Crash mit 'ner Müllabfuhr (nicht mein Fehler, hab super reagiert eigentlich) kam dann die tolle Kreuzung. Ich soll links ab, in der Mitte stehen bleiben, Gegenverkehr Vorfahrt gewähren. Dann ein ausreichender Abstand bis zu einem anderen Wagen, was macht man? Man biegt ab, in Gedanken kreuzen sich die Zweifel: "Ja, das musst du, sonst verstopfst du die Kreuzung!", "Nein, das ist falsch!", "Der Abstand reicht locker!" Piep. Prüfung aus und vorbei. Jeder hätte es gemacht, wie ich, denn ich habe mich nach dem Abbiegen umgedreht und der Wagen war immer noch nicht angekommen. Ich weiß nicht, ob Ingo das mit Absicht gemacht hat. Ich weiß es wirklich nicht. Ich war danach so bedäppert, bin mit 25 durch 'ne Vorfahrtsstraße. Ich war und bin nicht traurig. Ich war sauer. Einfach sauer. Aber letztendlich hat mir diese durchgefallene Prüfung gezeigt, dass es nicht schlimm ist, wenn jemand hinten sitzt. Vielleicht bin ich in zwei Wochen deswegen entspannter... Kommentare |
2009-02-11 23:17 |