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2004-10-19 13:56
Nervenzusammenbruch und Rückzug
Tja wie der Titel es schon verkündet werde ich mich erstmal eine Weile zurückziehen. Ich habe gestern das Jobangebot in Koblenz bekommen und soll jetzt in nichtmal 2 Wochen ein möbliertes Zimmer finden, ausziehen, umziehen, einziehen, DA fertig schreiben und und und... Ich weiß nicht wie ich das zum 1.11. schaffen soll?? Ich habe zwar am Donnerstag Besichtigungstermine, aber was heißt das schon?? Da werde ich nicht direkt einen Mietvertrag unterschreiben. Mit meiner DA mach ich jetzt Tempo. Sie muss jetzt so schnell wie möglich fertig werden. Am besten zu diesem WE. Ansonsten schaffe ich das nicht. Ich habe bereits heute schon 3,5 Std. dran gesessen, mach jetzt aber erstmal ein kleine Pause und dann geht es weiter. Ich weiß nicht wie sich das die heutigen Arbeitgeber vorstellen, wie man das alles schaffen soll?? Auf meine Mail kam keine Reaktion (in der ich um eine Verschiebung des Eintrittstermins zum 15.11. bat), nur ein Anruf von einer Frau die mir helfen will. Sie hört sich in der Firma um und hat mir einen Tipp gegeben, welche Stadtteile ich bewohnen soll und welche besser nicht. Gestern abend ist dann alles so über mich zusammengebrochen, dass ich nicht wußte wie ich das alles allein bewältigen soll. Freunde sind bei diesem Thema ja auch immer unabkömmlich und nie da. Also muss ich das wohl alles allein in den Griff nehmen. Fragt sich nur, wie ich einen Transporter organisieren und bezahlen soll. Und nun ja.. ich bin ziemlich auf mich allein gestellt. Aber ich packe das schon. Meine Mum hat mir gestern am Telefon nur Vorwürfe an den Kopf geworfen, sie wüßte nicht warum ich überhaupt noch anrufe und sie mische sich da auch nicht ein, ich soll zusehen, wie ich das meistere´...schließlich wollte ich ja soweit weg. Nein das wollte ich nicht, ich habe mich überall in Deutschland beworben und nach über 50 Bewerbungen ist dies die erste Zusage. Meine Mum ist für mich gestorben. Sie hat wieder ins telefon gebrüllt, dass ich nicht heulen soll, weil man das nicht macht. Sie ist eine so gefühlskalte Zicke, die nur noch eine Tochter kennt und zwar ihr Wunschkind, meine Schwester. Was ich wegen ihr schon alles durch gemacht hab. Ich bin nicht umsonst schon mit 19 Jahren ausgezogen, ich habe nicht umsonst auf Brücken gestanden und überlegt ob ich es tun soll, weil ich nie so sein werde wie sie es wünscht. Über ihre Lippen kommt kein Wort des Stolzes oder der Achtung. Nein man muss immer stark sein und darf niemal Gefühle zeigen. Meine Schwester mutiert auch schon zu so einem gefühlslosen Wesen. Ich will das nicht, deswegen bin ich damals auch 500km weit weg zum Studium gegangen. Ich will so nicht werden. Ich will mein eigenes Leben leben. Ich möchte das meine Kinder ruhig mal weinen dürfen, weil das nicht so schlimm ist. Sie müssen nicht immer alles schlucken. Meine Mum macht mich krank und sie ist auch keinesfalls bereit mir in irgendeiner Weise zu helfen. Jeden Cent ihrer finanziellen Unterstützung, die sie mir die letzen 3 Monate überwiesen hat, weil ich kein Bafög mehr bekam, werde ich ihr zurückzahlen. Ich will sie nicht mehr kennen. Es ist traurig aber wahr, ich bin heute morgen aufgewacht und habe mir gesagt, meine Familie ist nicht mehr in meinem Leben und ich hatte noch nichtmal ein schlechtes Gefühl dabei. Nein übernacht und gestern abend habe ich soviele Tränen deswegen vergossen, vor lauter Angst und Zweifel habe ich mich 3 mal übergeben müssen und ich bin blass und hungere, weil das Geld knapp wird. Selbst mein Psychologe hat erkannt, dass meine Probleme auf meine gefühlskalte Mutter zurückfallen. Selbst als sie mich anschrie, warum ich heulend anrufe und was das Telefonat ihr überhaupt bringen würde, habe ich geantwortet, dass ich einfach nur mal mit jemanden reden wollte.Aber sie hat das nicht kapiert und brüllte weiter, bis ich weinend auflegte. TagsKommentare |
2004-10-19 13:56 |
