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2007-07-09 00:24
Von Männern und Müttern...
Done. Ich hab es überstanden. In mancher Hinsicht mehr schlecht als recht und in anderer viel besser, als erwartet. Die Leute sind nicht unbedingt super extrovertiert und auch nicht unbedingt super einfach, aber nachdem gewisse anfängliche Barrieren überwunden sind, läuft es. Lauter Mütter, ich bin umringt von Müttern. Und Kindern... Unmengen von Kindern. Klein, groß, männlich, weiblich, kreischend, friedlich, kichernd, weinend... Versteht mich nicht falsch, ich mag Kinder. Irgendwann einmal. Ganz sicher, immerhin will doch fast jeder irgendwann einmal Kinder oder? Und natürlich mag ich die kleinen quälenden, aber durchaus süßen Plagegeister, wenn sie nicht meine eigenen sind (noch nicht!). Zu viele Geschwister oder derzeit einfach ein zu ausgeprägtes Freiheitsbedürfniss, Unabhängigkeitsstreben? Definitiv momentan nicht der richtige Mann. Zweifellos. Sicher. Die Leute beschließen mich ab dem zweiten Tag, trotz des wirklich nicht unerheblichen Altersunterschieds, zu aktzeptieren und vielleicht sogar zu mögen... Wahrscheinlich weil mich ihre Kinder toll finden und ich auf Grund der Tatsache, dass ich aus einer sehr kinderreichen Familie stamme, zumindest ein klein wenig bei dem Thema "Fauxpas beim Großziehen von Kindern" mitreden kann. Ich wurde zwar niemals im Aufzug stehen gelassen und kann mich auch nicht daran erinnern, dass meiner Mutter das jemals passiert ist, aber ich bin die älteste Tochter. Die Ersatz-Mami, die zwar in der Regel nicht allzu gerne aktzeptiert wird, bei unangenehmen Mami-Aufgaben aber gerne gesehen ist. Toby war an diesem Wochenende natürlich auch dabei. Na, eigentlich war ich ja sowieso nur wegen ihm da, sein Anhang. Immernoch schwer zu ertragen und definitiv nicht die Rolle, die ich zukunftstechnisch anstrebe. Zu emanzipiert, zu unabhängig oder zu groß im Streben nach Macht?? Obwohl wir (Toby und ich) uns jetzt schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen haben und schon viel länger nicht mehr richtig miteinander gesprochen haben, unterhalten wir uns dieses Wochenende kaum. Kein Bettgeflüster und keine personalisierten Wandergespräche. Beim Körperkontakt sieht es nicht viel besser aus. Unser Verhältnis ist freundschaftlich, geschwisterlich und ich fühle mich wie zwölf als es in jeglichen Männerbeziehungen hauptsächlich ums Händchenhalten ging. Ist ja mal ganz nett, aber der Spaß darf doch irgendwie nicht zu kurz kommen oder? Ich sage unseren Urlaub ab, nenne dafür finanzielle Gründe und bin ganz allgemein eigentlich nicht wirklich überragend nett. Ich rede zwar mit ihm, warte auf ihn, halte seinen Rucksack und stecke den Zimmerschlüssel ein, aber ich verhalte mich ganz sicher nicht wie eine liebende oder auch nur halbwegs verliebte Partnerin. Ich könnte auch einfach eine Bekannte, Freundin sein. Ein persönliches Verhältnis ist vorhanden, aber kein übertrieben emotionales und definitiv kein intimes. Was die ganze Sache nicht besser macht! Er schreibt mir, dass er sich immer so wohl in meiner Nähe fühlt und ich kann mich nur wundern... Wie kann er so etwas fühlen, wenn ich mich doch eigentlich wirklich ein ganz klein wenig hässlich verhalte? Soviel dazu, ihn eventuell selbst auf die Idee zu bringen, dass ich nicht seine Herzdame bin und sein kann, wohl niemals sein werde! Er sollte schauen, dass er unsere Beziehung mehr in Richtung Bett lenkt und mich durch Sex und Körperlichkeit von seinen sozialen und partnerschaftlichen Unzulänglichkeiten abzulenken... Na, vielleicht lernt er ja auch dazu. Irgendwann. Vielleicht entwickelt er sich noch zu meinem Traummann. Kein Meister ist je vom Himmel gefallen. Aber die Chemie scheint zu fehlen und wie gesagt: Frau kann sich nicht ewig mit Händchenhalten begnügen (ich sag nur Andi). Böse, ich weiß, allerdings glaube ich mittlerweile das gerade Männer diese böse Ader zu Weilen anziehend finden. Unverständlich, wenn ihr mich fragt, aber von Männern habe ich ja anscheinend noch nie was verstanden. Gerade auf jeden Fall, chatte ich mit Chris, nachdem ER mich angeschrieben hat. Das Gespräch ist lustig, nett und wie immer ein klein wenig seltsam. Immerhin ist er der Ex-Freund mit dem ich meine bisher längste Beziehung geführt, der einzige Ex-Freund den ich geliebt und derjenige Ex-Freund mit dem ich des öfteren auch nach der Trennung kleinere, sexuelle Abenteuer erlebt habe. Es ist einfach seltsam. TagsKommentare |
2007-07-09 00:24 |
(ob entjungfert oder nicht
)