|
Alle » News, Bilder, Videos - Online
2006-11-12 12:58
Wünsche erfüllen sich nie
Ich kann es immer noch nicht begreifen, daß du nicht mehr da bist. Du weißt ja, daß ich immer früh ins Bett gegangen bin, daß ich auch manchmal etwas ärgerlich war, wenn du erst so "spät" nach Hause gekommen bist... Vor Mitternacht denke ich gar nicht an Schlafen und dann wache ich immer zwischen 4.00-5.00 Uhr wieder auf. Sobald ich dann meine Augen öffne und erkennen muß, daß du nicht am Fußende vom Bett liegst, oder zwischen meinen Beinen , fange ich gleich wieder an zu heulen. Wenn ich mich bewegt habe, hast du mir immer deine harte Nase ins Gesicht gedrückt und mich begrüßt. Ich stehe dann auf und obwohl ich weiß, daß es kein Zurück gibt, hoffe ich immer noch, daß du die Tür öffnest und in die Wohnung kommst. Ich gucke aus dem Fenster um zu gucken, ob du draußen bist und zu Erkennen, daß es nicht so ist, tut weh. Dann versuchen mich die Leute zu trösten. Ist ja lieb gemeint, aber daß das Leben weiter geht, daß ich dich nicht so vermenschlichen soll, daß ich mir gleich eine neue Katze anschaffen soll... Ich glaube, daß niemand versteht, wie sehr ich dich gebraucht habe, was für eine besondere Art von Beziehung wir hatten. Für so etwas gibt es keinen Ersatz. Ich habe seit Freitag immer eine Kerze für dich brennen. Und irgendwie habe ich das Bedürfnis mit dir zu reden. Eben war eine Kollegin hier. Normalerweise bekomme ich doch gar keinen Besuch. Hat mich sehr überrascht. Wir haben uns halt über mein Befinden unterhalten. Muffin, durch die ganze Sorge um dich und die letztendlich harte Nachricht über deinen Tod habe ich einen neuen Schub bekommen. Dieses schlimme Ereignis und der Abschied von dir , hat mir quasi die Beine weggerissen. Naja, diese Kollegin hat nicht verstanden, daß ich dein Trockenfutter immer noch im Napf an seinem alten Platz stehen habe, daß ich generell alles, was an dich erinnert nicht einfach wegräume... Sie konnte einfach nicht verstehen, daß ich all die Erinnerungen nicht entsorge, um eben nicht mehr an dich denken zu müssen. Ich will dich aber nicht so schnell gehen lassen. Ich brauche die Zeit, bis ich begriffen habe, daß du über die Regenbogenbrücke gegangen bist. Im Moment ist es einfach nur kalt und leer hier. Deine Nähe fehlt. Heute ist wieder so ein stürmischer Tag. Wie gerne würde ich jetzt mit dir auf dem Sofa liegen und dich an meinem Bauch spüren... Wie gerne würde ich dich jetzt berühren und deine Nase in meinem Gesicht spüren... Übrigens werde ich jetzt die Taxen boykottieren. Es ist vielleicht lächerlich, aber du weißt, daß gerade die durch die Straßen heizen. Als wenn man auf dieser Insel viel Kundschaft haben kann... Ich weiß auch nicht, ob ich der Fahrerin einen Vorwurf machen soll. Manchmal denke ich ja, manchmal weiß ich ja nicht, ob sie schnell gefahren ist. und sie selbst behauptet ja, daß sie dich lediglich gefunden hat. Mein Nachbar hat zwar etwas anderes erzählt, aber was soll´s... Meine kleine Schniffel, du merkst sicher, daß ich sehr traurig bin und dich einfach nicht gehen lassen kann. Ich weine um dich und meine Gedanken drehen sich nur noch um dich. Der größte Wunsch von mir war immer, daß du gesund nach Hause kommst. Aber Wünsche gehen doch nie in Erfüllung. Meine Wünsche jedenfalls nicht... Wie konnte ich ihn bloß äußern. Kleine Muffin, ich hoffe, du denkst auch mal an mich. Vielleicht sehen wir uns ja irgendwann wieder und dann freue ich mich auf deine raue Zunge auf meinen Wangen und deine harte Nase, bei der ich manchmal Angst hatte, sie würde mir das Nasenbein brechen... Ich knuddel dich, meene Kleene. Paß auf dich auf und sei vorsichtig! Kommentare |
2006-11-12 12:58 |