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Tagebuch Kerry_N
2011-11-03 23:57
Das war erst der Anfang...
Ich löschte sogleich seine Handynummer und blockierte ihn auf MSN messenger. Ich war aber so sehr in den Charakter verliebt, den ich online kennen lernte und ich war so schockiert und durcheinander, dass ich mich selbst zu schützen versuchte und begann zu glauben, dass die Person aus dem Internet nicht die selbe ist, wie diejenige, welche ich traf. In meinem Kopf habe ich mir hunderte von verschiedenen Erklärungen für die Situation ausgedacht, eine unmöglicher als die andere. Früher oder später begann ich zu glauben der Mann sei die Person, die ich im Internet kennen gelernt habe. Aber dies leider im falschen Sinne. Ich glaubte ihm, er sei erst 17, ich weiss es klingt so als wäre ich ein sehr dummer Mensch, dabei war ich einfach so überfordert mit der gesamten Situation, dass ich alles glauben wollte. Ich traf ihn also wieder und wieder, nur um jedes Mal erneut fest zu stellen, dass es sich noch immer um die ein und die selbe Person handelte. Die meisten Erinnerungen an diese wiederholten Treffen habe ich jedoch verdrängt. Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern. Deshalb werde ich über die einzelnen Treffen nun nichts weiteres berichten. Es ist noch immer sehr schwer für mich, zu verstehen warum ich so gehandelt und reagiert habe. Ebenfalls kann ich kaum begreiffen, wie ich an etwas glauben konnte, wovon ich überzeugt war, dass es bloss eine Illusion ist. Doch ist es nicht genau das, woran wir letztendlich glauben? An Illusionen? Wir klammern uns an einen kleinen Funken Hoffnung, um uns vor etwas zu schützen, oder um uns wieder Kraft zu geben, um weiter zu machen. Doch hat mich dieser Glaube schlussendlich auch wirklich geschützt oder hat er das Leiden und die Schmerzen bloss hinaus gezögert? TagsKommentare |
Kerry_N Offline
Mitglied seit: 02.11.201133 Jahre, CH mehr... 2011-11-03 23:57 |
Mitglied seit: 02.11.2011
Ich war bereits zwei mal in therapie. Das erste mal Verstand ich noch nicht genau, was passiert war. Das zweite mal war ich noch nicht bereit darüber zu sprechen. Nun bin ich seit Dezember letzten Jahres wieder in Therapie bei einem Psychologen, welcher spezialisiert ist auf solche Fälle. In der letzten sitzung, das war am letzten Montag könnte ich endlich die ganze Geschichte erzählen. Ich muss sagen es geht mir bereits sehr viel besser. doch leider ist meine familiäre situation momentan sehr schwierig, was immer wieder dazu führt, mich erneut in die Tiefe zu ziehen.
Das schwerste an der ganzen Geschichte ist, dass meine Depressionen auch zu Drogenkonsum führten. Momentan habe ich mich recht gut im griff und Versuche mich davon fernzuhalten.