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Tagebuch monalila
2012-09-14 16:49
Schon wieder eine Woche rum.
Die Zeit fliegt! Wenn man so richtig viel zu tun hat, dann merkt man irgendwie kaum, dass die Tage vergehen. Eigentlich doof - denn jetzt bin ich schon wieder eine Woche älter und hab eigentlich außer Arbeit nichts erlebt... Naja... immerhin hab ich ja bei der Arbeit so einiges erlebt. Ist ja nicht unbedingt weniger wert, weil es bezahlte Arbeit ist *ggg*. Aber irgendwas ist irgendwie immer. Nächste Woche schon wieder eine Konferenz und ein Gespräch mit einem Lehrer, der in einem 15-Schüler-Kurs (Luxus) dadurch glänzt, dass er mindestens einen pro STunde hinauswirft und nebenbei noch Sätze wie "Das ist dein Problem, wenn du nichts verstehst; dann kriegst du eben keinen Abschluss" verteilt! Wenn das wirklich stimmt, krieg ich den heiligen Zorn! Wenn die Kinder klug und leistungsmotiviert wären, säßen sie nicht in einem Kurs, der sie mit Mühe zum Hauptschulabschluss führen wird!!! Ich hoffe, dass das Gespräch (mit Abteilungsleitung) diplomatisch erfolgreich wird. Meine Einladung an ihn zu diesem Gespräch war jedenfalls schon sehr diplomatisch: "Es ist ja in unser aller Sinne, dass der Kurs eine gute Atmosphäre hat - wir müssen mal überlegen, wie wir das schaffen können." Danach kommen die Korrekturen... achja... der Normalzustand ist wohl der, dass ich komplett ausgebucht bin. Na, besser als Langeweile Beim Elternabend waren von 25 Schülern immerhin 8 vertreten (wow!). Ich habe drei private Telefonate von je ca. 30 Minuten mit widerspenstigen Schülern geführt - erste sozialarbeiterische Aktionen in der Klasse. Ich habe die 5er immerhin so weit gezähmt, dass sie nicht mehr ständig essen, trinken und herumrennen. Ich habe den 11er einen Musiktest angekündigt (Echt In dem Sonett schreibt S., dass seine Geliebte nicht wie die Sonne strahlt, dass sie beim Gehen die Erde berührt, dass Musik schöner klingt als ihre Stimme.... aber dass seine Liebe zu ihr dennoch kostbar ist, kostbarer als die Arten von Liebe die mit edlen Vergleichen lügen. Ich war total erstaunt, dass zuerst alle, später immer noch die Hälfte der Schüler/innen fand, dass sie über so ein Gedicht beleidigt wären und es gefälligst nicht gesagt werden sollte, dass man auch Fehler hat. Vielleicht muss man erst ein paar Jahre älter werden, bis man Ehrlichkeit über Komplimente stellt? Kommentare |
monalila (Mona Lila) OfflineDE 2012-09-14 16:49 |
Diese Woche hatte ich halt noch den Elternabend außer der Reihe, hatte den 14tägigen Nachmittag mit den 13ern und musste drei Stunden Vertretung in meinen freien Stunden machen...
-Ja, echt!) und mit den 13ern 2 Stunden lang über Shakespeare's Sonnet 130 geredet.