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Tagebuch rispe
2012-04-04 10:12
Kinderauszeiten und das schlechte Gewissen
Gerade hab ich Ryan in den Kindergarten gebracht. Eigentlich ist er noch erkältet - er war durfte gestern auch zu Hause bleiben - aber da sie heut noch mal für Ostern basteln, hab ich ihn doch hingebracht. Killian hab ich mir mit dem Tragetuch um den Bauch gebunden und bin hinmarschiert. Ryan flitzt für gewöhnlich mit seinem Laufraud nebenher, heute sogar inkl. seines Feuerwehrhelms ![]() Gestern waren Paul und ich sehr fleißig... Am Morgen hab ich meine Sophia mit in die Stadt zu ihrem Nähkurs genommen. Ich selbst mußte mein Auto zur Werkstatt fahren, da irgendwas mit der Federung vorne nicht stimmte und auch die Batterie gewechselt werden mußte. Auch Sophia hat es irgendwie erwischt und sie ging weiß wie die Wand und mit einem totalen Schnupfen-Husten-Kopf zum Nähen. Sie wollte aber auf keinen Fall ne Stunde verpassen. Ich selbst ging, nachdem ich mein Auto weggebracht hatte, in die Stadt. Dort hab ich mir mal eben noch nen neuen Geldbeutel gegönnt. Heim fuhr ich dann mit dem Bus. Paul war schon voller Tatendrang und hatte unser Zimmer neben der Küche aufgeräumt. Das hatte ich gestern auch vor, nur er war schneller. In dem Zimmer steht zur Zeit ein alter Bauernschrank, ein Crosstrainer und nun auch der neue (alte) Schreibtisch, den ich neulich gekauft hab. Ein perfekter Ort, um unseren PC aufzustellenm, den wir inzwischen von dem Laden abgeholt haben. Tja, der Haken ist nur, das wir dort auf Biegen und Brechen keinen Empfang haben, wie ich gestern leider feststellen mußte. Sehr ärgerlich. Als ich Abends unser Auto abholte und mal schnell 230 Euro leichter war, fuhr ich noch mal bei Saturn vorbei um mich schlau zumachen,was ich tun könne. Unser Router ist nun mal eine Etage tiefer. Der Verkäufer schwatzte mir einen Wlan-Empfänger auf, der sehr stark sei. Von wegen. Nicht stark genug!!!! Muss ich heut wieder hin und mir dieses andere Teil zulegen, das zwischen Router und Empfänger zwischengeschaltet wird. Nun hock ich also wieder am Laptop. Wird schon werden. Ach, vorgestern waren wir dann auf unserem Wochenendgrundstück. Paul setzte den Hibiscus-Strauch, den wir geschenkt bekommen hatten. Vorher fuhren wir noch beim Vater und dem Bruder meiner Freundin vorbei. Die hatten noch unsere Motorsäge. Jedenfalls kamen die zwei dann auch hoch auf unser Grundstück um uns ein wenig Gesellschaft zu leisten. Eigentlich haben sie uns eher die Zeit geklaut. Wir waren ja schließlich den ganzen Winter nicht da und dann gibt es immer ne Menge zu tun. Horst, der Papa meiner Freundin, erzählte mir, dass er gehört hatte ich würde das Grundstück verkaufen wollen. Er tat so, als hätte ich ihm diese Nachricht verheimlicht, bzw. als ob die anderen Leute mehr wüßten als ich. Ich fragte ihn, was das für einen Sinn machen solle, wo er doch gerade sieht, dass Paul einen Strauch pflanzt. Das allein spricht doch Bände....... Jedenfalls erzählte mir, dass der Wald meines Vaters jetzt von der Bank verkauft wird. Ich hätte das Erbe vielleicht doch nicht ausschlagen sollen, dachte ich. Gar nicht wegen dem Besitz, sondern wegen der vielen Arbeit, die er all die Jahre in den Wald gesteckt hatte. Ein uralter Walt mit riesigen Buchen der seit Jahrhundertetn im Besitz unserer Familie war. Nur wegen meiner dummen Brüder...! Nun, man kann es nicht mehr ändern. (Just in diesem Moment sitzt eine Taube auf meinem Fenster. Wie bei Brüder Löwenherz. Meine Mama liebte Tauben. Wildtauben) Wir werden vorraussichtlich am Freitag wieder raus fahren, aber dann sagen wir keinem Bescheid. Sonst kommen wir wieder zu nichts. Die stehen dann rum, schlürfen Bier und brauchen Unterhaltung. Horst ist eigentlich ganz nett, aber ein unheimlicher Klugscheißer. Der weiß alles und hat ein bisschen so ne Schnorrerart. Er ist sicherlich sehr hilfsbereit, aber schnorrt sich eben auch ein bißchen durch die Welt. Mein Vater hatte seine Arbeitsweise nciht so gemocht, denn Horst kann handwerklich sehr viel, aber immer mit der Tendenz zum Pfusch. Was aber sehr auffiel war sein Wunsch nach einem Enkel. Der hat die ganze Zeit meine zwei Jungs umsorgt und zugequatscht. Da fällt mir doch glatt das Radiogespräch ein, dass ich vorgestern gehört hab.(Ich weiß, heut hab ich ziemliche Gedankensprünge) Wieder einmal ging es um die Betreuung von Kindern, um den Ausbau von Krippenplätzen etc. Mich nervt dieses Thema langsam an. Immer wieder verweisen sie auf Frankreich, wobei es auch dort eine Gruppierung von Frauen (auch Hochqualifizierte gibt), die sich nach diesem System hier sehnt. Viele Frauen wollen einfach die ersten 2-3 Jahre gern bei ihrem Kind bleiben. Dieses Gefühl ist ein Bauchgefühl und von der Natur sicher so gewollt. Ich spreche hier nur von meiner persönlichen Erfahrung und Meinung. Immer mehr wird doch die Frau hier dazu gedrängt, ihr Kind mit möglichst einem Jahr in die Krippe zu bringen um als braver Soldat wieder an der Arbeitsfront zu stehen. Nun ist ein Kind aber oft Passion. Die Prioritäten im Leben verschieben sich. Manche Frauen mögen vielleicht trotzdem das Bedürfnis haben,bald wieder zu Arbeiten. Ich glaub aber das gilt nicht für die Mehrheit. Aber durch diese ständigen Diskussionen wird den Frauen die gern die ersten 3 Jahre mit ihrem Kind erleben wollen doch suggeriert, dass sie Heimchen vom Herd wären. Ja vielleicht sogar die schlechteren Mütter. Wie oft wird da was von gezielterer Förderung in der Krippe gefaselt, erzält, dass die Kinder das bräuchten. Ich finde das nicht. Kindergarten, ja!!! Krippe? Nein! Es sollte die Wahlmöglichkeit geben, ohne dass irgendeiner der beiden Parteien ein schlechtes Gewissen gemacht wird. Ich spreche hier ausschließlich von meiner persönlichen Meinung. Ich bin ein Muttertier - durch und durch. Ich hätte nicht verpassen wollen wie mein Sohn die ersten Schritte macht (hat erst mit 15 Monaten das Laufen begonnen). Ich fand es toll mit ihm gemeinsam die Welt zu entdecken und sie ihm erklären zu können. Ich hab gezielt mit ihm das machen können, was ihm Freude macht - sei es Schwimmbad oder Schiffe am Kanal ansehen, oder oder oder. Auch die Zweisprachigkeit, mit der meine Kinder ja aufwachsen (Englisch-Deutsch) wäre in der Krippe nicht drin gewesen. Ich weiß gar nicht warum wir inzwischen an einem Punkt sind, an dem Frauen, die gerne die erste Zeit mit ihren Kinder erleben sich rechtfertigen müssen. Im Radiogespräch haben dann so "Vorbildfrauen" angerufen, die ihre Kinder bei der Oma unterbringen und selbst wieder zur Arbeit gehen. Wenn das diese Frauen gut finden, dann ist das auch okay. Aber das als alleinigen Weg zu sehen, halte ich für verkehrt. Man sollte in diesem speziellen Fall auch bedenken, dass die Oma keine fremde Person ist und auch sicherlich kein Geld verlang....! Ach, im Grunde ist es doch so, dass das jeder für sich und sein Kind entscheiden muss. Ich finde es eben nur schlimm, dass es immer mehr so wird, dass man sich wie eine Rabenmutter vorkommt, geht man nach einem Jahr Auszeit nicht gleich wieder arbeiten...!Kann ja nicht sein. So, schreib nachher noch mal. Muss jetzt zum Wertstoffhof und meine 30000000 Kartons und Schachteln wegbringen. Ich weiß echt nicht wie andere Sterbliche mit so ner "kleinen" Papiertonne auskommen. Wir schaffen das nie! Kommentare |
rispe Offline
Mitglied seit: 12.11.200548 Jahre, DE 2012-04-04 10:12 |

Rabenmutter bin ich auch*gg*
Sie weil sie immer zu Oma müsste,wenn ich reiten gehe(haha,ich bin nicht einfach reiten gegangen,das war immer mein Job)aber da siehste mal wie das andere sehen*gg*
Mitglied seit: 12.11.2005