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Tagebuch Silvanus
2005-09-30 18:08
ZONE SIX
Die Legitimation des Seins rekrutiert sich aus der Realität eines nicht enden wollenden Anfangs. (Silvanus, deutscher Hobbysentenzler, anlässlich einer Zugfahrt gestern abend um halb acht) Und was war gestern??? Ein einziger Trip von früh bis spät. Naja, ich kam morgens nach Hause, wollte ins Bett. Mist, war noch völlig überdreht. Stattdessen erstmal ein lustiges Frühstück mit meiner Ma, währenddessen wir ihre ehelichen Probleme in eine wunderbare Satire verwandelt haben. Es war herrlich! Um zwölf bin ich schleißlich ins Bett, um fünf wieder raus. Habe alles organisiert und bin dann mit N., die sich zu meiner Überraschung die Haare blondiert hat (steht ihr aber gut), zu M. und W. nach Heidelberg zum Zone-Six-Konzert (neuer Link!) gefahren. Wir saßen noch am idyllischen Neckarufer und führten uns meine erste eigene Ernte zu Gemüte. Dann gingen wir zum Jazzhaus. Wir hatten Zone Six in S. schon mal live erlebt (das Bild ist von da) und waren ziemlich begeistert, aber was hier geboten wurde, überstieg meine nicht gerade niedrigen Erwartungen bei weitem. [Bild nicht gefunden] Die Jams funktionierten perfekt, waren kürzer, abwechslungsreicher, schlüssiger als das letzte Mal, trotz der 100 % Improvisation kam zu keinem Zeitpunkt Monotonie auf, auch die Lightshow war stimmig und mitunter fast halluzinatorisch, als seien die Musiker am ganzen Körper mit wirbelnden Mustern tätowiert. In der Pause wurde ich endgültig zum Groupie (helft mir!!!) und nenne nun ein Bandshirt in krankem Müllmann-Orange mein eigen. Die Band und die lustige Merchandisingfrau mit österreichischem Slang waren enorm gut drauf, Spacebass-Man Dave beriet uns wieder ausführlich und kompetent, diesmal allerdings ohne psychoaktive Tips...;) Das zweite Set fiel unglaublicherweise noch abwechslungsreicher aus als das erste, oft mussten wir einfach vor Begeisterung loslachen und uns irre angrinsen, auch N. war ziemlich fasziniert, obwohl sie sonst fast nur Metal-Konzerte besucht. Wir saßen noch ein bisschen mit der Band rum, gegen drei gingen wir nach Hause, eine Stunde zu Fuß mit einem kleinen Umweg über den Bergfriedhof, wo ich mit N. eine weitere verblüffende Gemeinsamkeit festgestellt habe, frei nach Tocotronic: "Michael Ende, du hast unser Leben zerstört!" *fg* Heute morgen um halb sechs (nachdem ich mir die neusten phänomenalen Musikprojekte der drei angehört hatte) bin ich mit W., der zum Zahnarzt musste, und M.s Semesterticket nach Hause gefahren und bei Sonnenaufgang im Bett gewesen. Nix neues also. So, in zwei Stunden muss ich schon wieder aus dem Haus. Und morgen mach ich hoffentlich mal nichts. Kommentare |
Silvanus Offline
Mitglied seit: 18.07.2005DE mehr... 2005-09-30 18:08 |
