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Tagebuch Tyche
2006-09-23 15:47
Lektüre
In meinem letzten Tagebucheintrag ging es um "Übergänge". Der letzte Übergang ist der Übergang vom Leben in den Tod. Dieses Thema ergreift immer wieder Besitz von mir. Als ich hörte, dass der amerikanische Schriftsteller Philip Roth ein Buch über den Tod geschrieben hat, nahm ich es in meine engere Lektüreauswahl. Vor zwei Tagen dann kamen die per Knopfdruck bestellten Bücher. "Jedermann" von Philipp Roth "Das Parfum" von Patrick Süskind "Eine ganz kurze Einführung in die Philosophie" von Thoma Nagel und es fehlt noch "Mann ohne Land" von Kurt Vonnegut Jedermann habe ich an einem Tag gelesen. Ich war fasziniert von der einfachen, präzisen Sprache( Ich las zeitweise Wort für Wort und Satz für Satz, ganz bewußt) aber auch erschrocken von der Schilderung des Alterungsprozesses des "Jedermann". Jetzt bin ich todmüde, denn ich habe wieder einen 24 Stunden-Turn hinter mir, weshalb ich auf die beeindruckende Lektüre später zurückkommen werde. Gute Nacht allerseits TagsKommentare |
Tyche Offline
Mitglied seit: 14.04.2006DE mehr... 2006-09-23 15:47 |

Philip Roth´s Buch ist ein Roman über das Alter. Er beschreibt den Verlust der Körperkraft verursacht durch Krankheit. Und er erzählt vom Verlust sozialer Kontakte durch Wegsterben Angehöriger und Freunde. Er erzählt von der Einsamkeit im Alter und der Sehnsucht nach dem jugendlichen Leben und der Angst alles Gehabte in diesem Leben zu verlieren. Genau diese Ängste machen mir zu schaffen und kein Mensch spricht darüber, aber wenigstens hat Philip Roth einen grandiosen Roman über dieses Thema geschrieben. Der Übergang und was danach kommen könnte ist mir vollkommen unbekannt und macht mir nicht soviel Angst, aber dass das Alter schrecklich sein kann, dass können wir alle sehen und wissen und deshalb können wir schreckliche Angst davor bekommen.