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2007-05-21 19:15
Krankenbesuch
Gestern Nacht konnte ich fast nicht einschlafen. Ständig kreisten meine Gedanken um die Kleine und ich überlegte hin und her ob ich es über mich bringe sie zu besuchen. Ihr müsst wissen ich habe furchtbare Angst vor Krankenhäusern und allem was damit zu tun hat. Vor allem , wenn Menschen ,die ich liebe , drin sind. Naja , das ganze gipfelte in einem wirren Traum über Krankenhäuser , Infusionsschläuche und Krankenhausbetten. Als mein Dad aber um drei Uhr vom Arbeiten kam und mich fragte ob ich mitkäme die kleine Maus besuchen , sagte ich sofort ja bevor ich es mir anders überlegen konnte. Wir kauften ihr noch ein Malbuch und Stifte , damit sie sich mit etwas beschäftigen kann. Während der Fahrt wurde es mir schon ganz mulmig und ich hatte Mühe eine neue Panikattacke zu unterdrücken. Im Krankenhauseingang liefen wir auch direkt den anderen Großeltern der Kleinen in die Arme. Sie erzählten sie sei schon wieder ganz fit. Das erleichterte mich ein bisschen. Trotzdem könnt ihr euch sicher vorstellen , dass es mir das Herz beinahe in der Luft zerriss. Als wir ins Zimmer kamen , lag meine Tante bei der Kleinen im Bett und hatte sie im Arm. Das rührte mich ungemein. Aber es war so schlimm die Kleine so zu sehen. Das kleine Mäuschen darf nämlich nur aus dem Bett aufstehen , wenn sie zur Toilette muss. Sie hatte überall blaue Flecken von Spritzen und in ihrem kleinen Händchen hat man ihr ne Infusion gelegt. Sie tat mir so unendlich leid. Trotzdem hat sie sofort gelächelt als sie mich und meinen Papa gesehen hat. Sie streckte mir ihre Ärmchen entgegen und ich ließ mich von ihr umarmen. Meine Tante war ganz überrascht und meinte ich sei die Erste , bei der sie das gemacht hätte. Ich hatte so ne Mühe die Tränen zu unterdrücken. Wenn die Kleine lächelt , dann bewegt sich nur die eine Hälfte ihres Mundes , die andere Seite rührt sich nicht. Ihren Arm und das Bein kann sie inzwischen aber wieder gut bewegen. Eine Physiotherapeutin macht einmal am Tag mit ihr Übungen um ihre Gesichtsmuskeln zu trainieren , dass sie bald wieder ganz normal lächeln kann. Ich hoffe die Kleine muss nicht allzu lange im Krankenhaus bleiben. Wir haben ihr ne Party versprochen , wenn sie wieder nach Hause darf. Ich hoffe so sehr , dass das nicht mehr lange dauert. Ich möchte , dass sie nach Hause darf und bald wieder spielen und lachen kann , wie die anderen Kinder in ihrem Alter. Kinder sollten doch toben können und mit ihren Freunden spielen...und nicht bei diesem herrlichen Wetter an Krankenhausbetten gefesselt sein und an Infusionen hängen. Die arme Maus. Das Schlimmste ist , dass man einfach nichts tun kann und zusehen muss. TagsKommentare |
2007-05-21 19:15 |
eigentlich hast du ja recht...wenn ich mir die ärzte so vorstelle , ist es gar nicht mehr so angsteinflößend^-^ Und wenn die Kleine das ertragen kann...werd ich mich auch zusammenreißen.