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2009-06-25 17:09
mit dem rücken zur wand
Ich bin so verletzt und traurig und vor allem: verzweifelt. Ich weiß nicht was ich tun soll. Eigentlich weiß ich genau was ich tun soll...aber ich kann einfach nicht. Ich habe Angst. Ich will nicht. Mam meinte, dass sie mal bei ihrem Hautarzt für mich anruft für einen Termin für mich. Das ließ ich mir angehen und ich dachte, dass ich das übstehen könnte. Den Frauenarzt hatte ich auch überstanden. Und der Hautarzt sollte ja nur einen Allergietest machen. Doch nun komme ich nach Hause und meine Mutter eröffnet mir, dass ich und mein Bruder morgen einen Termin bei unserem Hausarzt haben. Und Hausärzte sind Angstfaktor numero uno. Ich hab reflexartig angefangen zu weinen und meiner Mutter erzählt, dass sie das sofort vergessen kann. Man weiß nie was Hausärzte machen. Vielleicht nehmen sie einem Blut, was der absolute Horror für mich ist...oder sie messen Blutdruck oder...oder...und sie finden doch immer etwas. Und man kommt kränker wieder raus als man rein ist. Und dann setzt sich diese ganze Maschinerie in Gang. Man wird überwiesen an weitere Ärzte, die weitere Krankheiten finden. Und es hört einfach nicht auf. Ich kann das nicht, ich kann es einfach nicht. Ich will meine Ruhe haben. Mama hat mich angeschrien, mich wieder einmal kindisch genannt, wie ich wieder heulen muss. Sie weiß immer wie sie mir weh tun kann, wenn ich sie nerve, weil ich ihr alles erzähle. "Immer jammern, jammern, jammern ! Und nichts tun, nur heulen! Werd erwachsen! Du weinst wie ein Kind! Angst ! Was soll das? Werd erwachsen! " Und...Himmel...es tut mir so unendlich weh das zu hören. Sie weiß - natürlich - von meiner Angststörung, von meinen Panikattacken und was ich bisweilen durchmache. Und wenn sie sauer auf mich ist, dann tut sie so als wüsste sie es nicht. Dann stellt sie mich als Simulantin hin, die einfach nur erbärmlich und kindisch ist und ich komme mir wieder so wertlos vor. Alle anderen können ganz normal und "erwachsen" zu Ärzten gehen, nur ich, ich kriege wieder mal nichts gebacken. Ich bin unfähig, nicht mal die alltäglichsten Dinge kann ich regeln. "Mach doch was du willst !" Ja...toll. Danke. Ich wünschte auch es wäre anders. Aber sie versteht einfach nicht, dass sie mir meine Angst mit ihrer "Schocktherapie" nicht nimmt, im Gegenteil. Sie wollte mir gestern anrufen ob das mit dem Hautarzt geklappt hat. Sie hat sich aber nicht gemeldet und auch auf meine Anrufe nicht reagiert. Ich bin also heute auf gut Glück einen Tag früher heimgefahren. Und höre dann sowas. Sie hat sich nicht gemeldet, weil sie wusste wie ich reagieren würde. Es tut so weh. Wieder mal. Ich wünschte ja, ich könnte aufhören zu jammern und einfach direkt all das tun, von dem ich ja weiß, dass es richtig wäre. Aber es ist so schwierig für mich und ich bin so alleine damit. Es muss sich ja kindisch anhören ! "Nein, ich gehe nicht zum Arzt ! " "Nein, ich will den Spinat nicht essen ! " oder so. Kindliche Trotzreaktion. Aber das ist es nicht. Es ist die nackte Angst. Todesangst fast. Ich habe Angst vor meinem Körper und dem , was sich, ohne dass ich es wissen würde, in ihm abspielt. Und ich habe Angst vor Ärzten, weil sie Dinge über meinen eigenen Körper wissen, die ich nicht weiß. All das liegt außerhalb meiner Kontrolle und davor fürchte ich mich. Ich fühle mich ausgeliefert, schwach. Ich drehe mich im Kreis und weiß einfach nicht mehr weiter. TagsKommentare |
2009-06-25 17:09 |