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Tagebuch Bunny_Hop
2005-11-20 13:40
Eine Lücke, so groß!
Als er gestorben ist, war das für mich ein Schock, ich dachte, ich kann nie wieder lachen, nie wieder froh werden. Aber ich habe wieder gelacht und ich war auch wieder glücklich, allerdings habe ich damals auch noch nicht wirklich realisiert, was sein Verlust wirklich für mich bedeutet. Er schien mir verreist, im Urlaub. Aber er kommt nicht wieder, nie wieder! Ich kann immer noch lachen und ich bin auch fröhlich, aber da ist jetzt etwas neues in mir. Ein Teil, der bei diesem Lachen nicht mit macht, einfach nur stumm bleibt. Mein Herz! Er war immer für mich da, die Schulter zum anlehnen, die Arme die mich auffingen, die tröstende Hand, die sich nachts auf meine Schulter legte, wenn ich Albträume hatte. Er war mein Freund, ich konnte mit ihm über alles reden und er stand mir mit Rat und Tat zur Seite und auch, wenn wir mal nicht einer Meinung waren, ich meinen eigenen Kopf durchgesetzt hatte, es dann schief ging, auch dann war er für mich da. Tröstete mich, baute mich wieder auf. Er war, wie ein Vater für mich. Wenn ein Mann gemein zu mir war, dann musste ich ihn zurückhalten, dass er ihm nicht die Meinung sagte, er beschütze mich, gab Acht. Er war, wie ein Bruder für mich. Er fehlt mir und zwar überall, denn er hatte an allem Anteil. Er war der Mensch, der mir schulisch Mut zusprach, mich lobte, meine Aufsätze Probe las, mir das Thema für meine Facharbeit vorschlug. Er war der Mensch, der mir gezeigt hat, wo die Kupplung und das Gaspedal beim Auto ist, mir das Anfahren beigebracht hat. Er war der Mensch mit dem ich die meisten Abende meines Lebens verbracht habe. Abende, wie den gestern, wo es mir schlecht ging, Abende, an welchen ich krank war und Abende, an welchen ich feiern wollte! Ist es da nicht verständlich, dass er mir fehlt, dass da eine riesige Lücke ist? Ein Lücke, so groß, dass ich Angst habe, dass ich sie niemals wieder füllen kann! TagsKommentare |
Bunny_Hop Offline
Mitglied seit: 29.07.2005DE mehr... 2005-11-20 13:40 |

der tod und seine endgültigkeit ist immer wieder erschreckend.
er begleitet uns unser leben lang - und wird immer wieder lücken entstehen lassen.
ein beendetes und abgeschlossene leben von geliebten menschen ist aber (in aller regel) auch etwas beindruckendes und bewundernswertes.
sie sind wichtiger teil eines stabilen fundaments von erinnerungen an personen, in das man sein eigenes lebendiges leben gut einbetten kann und das einem halt und richtung gibt - wo man herkommt, wie man (auch) sein will, wie man sein leben leben will.
stefan wird immer wichtig bleiben für dich. du solltest sein fehlen aber nicht als lücke sehen, sondern als immer lebendigen bestandteil deines eigenen lebens.
Good luck! :)