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2015-05-25 02:21 / Gr. Fotografie
Hoffen und Wünschen
Natürlich war der heutige Pfingstsonntag anders geplant, aber dann wirbelte Karl-August gestern abend im Wohnzimmer herum und meine Liebste rettete ein Rotkehlchenjunges aus seinen verspielten Raubtierfängen Ein Beinchen war ziemlich verdreht und blutig und ein paar Federn hatte es auch gelassen. Wir haben es dann in einen kleinen Kasten gegeben, mit Blättern und Papier ausgelegt, kleine Fütterungsversuche per Pinzette mit aufgeweichten Beerenteilchen, Tofustückchen, aufgeweichten Keksbröckchen probiert. Für die Nacht dann abgedeckt und oben auf dem Kleiderschrank in Sicherheit gebracht. Heute morgen dann weitere Fütterungsversuche und dann haben wir es in einem Gitterkörbchen ins Grüne gehängt. Die Kätzchen waren zwar neugierig, kamen aber nicht heran und haben dann aufgegeben. Naja, beobachtet wurde schon noch weiter Das Kleine hat draußen dann recht eifrig und kräftig gepiepst - und tatsächlich, es kamen dann auch abwechselnd beide Rotkehlcheneltern angeflogen (der kleine rote "Fleck" auf dem Zaun oberhalb der Rhododendronblüten) und haben ihm mehrfach und immer wieder Futterinsekten gebracht Willi wurde im Korb richtig gefüttert (ja, das Vögelchen musste ja einen Namen haben Wir haben dann mit einer Uniklinik mit Spezialabteilung für Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische telefoniert und einen Besuch für den Nachmittag ausgemacht. Allerdings wären das 75 km (1 Strecke) gewesen, dann haben wir es doch mit dem Feiertagsnotdienst der nächstgelegenen Tierklinik probiert, nur 15 km. So fuhren mit dann mit dem kleinen Willi zur Tierklinik Dort war Hochbetrieb, 2 Ärztinnen kümmerten sich um alle möglichen Notfälle - und Willi sollte dann baldmöglichst intensiv untersucht und behandelt werden, sofern dies möglich sei, wahrscheinlich mit Schiene. In zwei Stunden sollten wir nochmal anrufen und ihn dann wieder holen, mit der Verpflichtung, uns dann auch weiter um ihn zu kümmern und zu füttern Nach 2 1/2 Stunden riefen wir ungeduldig an, die Ärztin wollte sich gleich weiter um ihn kümmern, eine Stärkungsspritze hatte er schon bekommen und sein Zwitschern sei laut und kräftig ... Am Abend dann ihr Anruf: Willi sei still eingeschlafen, bevor sie etwas tun konnte. Wahrscheinlich sei es doch zuviel Streß gewesen ... Nun eine traurige und gedrückte Stimmung, so viel Hoffnung, von uns, so viel Sorge der Vogeleltern, alles umsonst. Schon seltsam, dass so ein kleines Mini-Schicksal einen doch so mitnimmt. Im Verhältnis zu dem vielfachen täglichen "normalen" Tod in der Natur - wie auch in der sog. Nutztierhaltung Ich fürchte, die gedrückte Stimmung wird morgen/heute noch anhalten Photos![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
Kommentare |
2015-05-25 02:21 |











... und die Fotos zeige ich meiner Liebsten wohl besser nicht, sie hat sich so sehr bemüht ... 
Er und seine Vogeleltern wussten das sicher sehr zu schätzen.

