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2020-04-23 19:45
Kopf an Kopf
Ich weiß nicht warum, aber ich werde das Gefühl nicht los, daß sich die Welt gegen mich verschworen hat. Das wurde mir so richtig bewußt, als ich den Brief von unserem Verkehrsunternehmen geöffnet habe. Ich hatte doch am 05.04. den Antrag zusammen mit der Taxiquittung hin geschickt und heute kam die Antwort. Daß die Antwort negativ ausgefallen ist, hätte ich wissen müssen. Das Geld für die Taxifahrt bekomme ich nicht erstattet, aber das war so klar wie Kloßbrühe. Man müsse mir mitteilen, daß die Fahrt am 01.04. betriebsbedingt tatsächlich ausgefallen ist. Hätte man mir das nicht schriftlich mitgeteilt, wäre mir das gar nicht mal aufgegfallen. Dinge gibt's, die gibt's nicht. Das sind ja Zufälle, das ist ja der reine Wahnsinni. Lange Rede, kurzer Sinn: da innerhalb von vier Minuten eine Alternativverbindung zur Verfügung gestanden hätte, lehnt man den Antrag auf Taxikostenerstattung im Rahmen der Mobilitätsgarantie ab. Ich lästere jetzt mal so richtig ab und sage, daß man mit den vier Minuten total daneben lag, denn der Bus, der danach kam, kam zwei Minuten später als der Bus, mit dem ich eigentlich hätte fahren wollen. Das hätte mich aber auch nicht weiter gebracht, denn der Bus fährt noch nicht mal bis zum Bahnhof. Dann hätte ich irgendwo in der Pampa gestanden und hätte mir dann doch ein Taxi rufen müssen. Und der Bus, der zum Bahnhof fährt, braucht eine Stunde. Ich möchte mir nicht vorstellen, wann ich mal im Büro gewesen wäre. Ich streite gar nicht ab, daß es andere Busverbindungen gibt, aber die kann man nur dann in Betracht ziehen, wenn man auf dem Heimweg ist. Muß man zur Arbeit, kommt so was bestimmt nicht gut. Und warum legt man den Leuten die Mobilitätsgarantie ans Herz, wenn der Antrag dann doch abgelehnt wird? Wenn ich das wüßte, wäre ich um einiges schlauer. So kann das gehen. Was den Mundschutz angeht, so läßt mich das Thema noch immer nicht los. Heute wurde in der Firma Mundschutz verteilt. Was das angeht, bin ich erstmal versorgt. Ob meine Bestellung irgendwann bei mir eintrifft, kann ich an der Stelle nicht sagen. Mein Vater ist sich ziemlich sicher, daß das Paket irgendwann kommt und ich erst dann bezahle, wenn ich die Rechnung bekomme. Das mag ja stimmen, aber was mache ich, wenn ich die Rechnung schon habe? Die kam am Montag per Mail. In der Mail heißt das nicht Rechnung, sondern Zahlungsinformation. Ich sehe da keinen Unterschied, im Gegenteil. Ich kann mich ganz schwach daran erinnern, meinem Vater gesagt zu haben, daß ich die Rechnung schon per Mail bekommen habe. Ich habe ihm gestern erzählt, daß ich mit der Firma telefoniert und geklärt habe, daß ich nicht eher die Rechnung zahle, bis die Ware irgendwann mal bei mir ist. Kommt die Ware nicht, wird die Rechnung nicht gezahlt. So einfach ist das. Es ist nicht mein Problem, wenn mir mein Vater nicht zuhört. Er kann nicht behaupten, daß er das alles deswegen nicht verstanden hat, weil ich so leise rede. Ich habe kein Problem damit, sämtliche Mails auszudrucken. Dann kann mein Vater selbst lesen, was Sache ist und ich schone meine Stimme. Das soll nicht gemein klingen, aber irgendwann ist auch mal gut. Ich habe nämlich keine Lust, ständig alles doppelt und dreifach zu erzählen. Und wenn mein Vater schlecht hört, sollte er vielleicht mal in Erwägung ziehen, zum HNO zu gehen. Ich kenne da nämlich einen ganz guten Arzt. Aber wehe dem, ich sage auch nur einen Ton, dann bin ich nämlich wieder aggressiv und habe schlechte Laune. Auf so blöde Sprüche kann ich gut und gerne verzichten. Also halte ich lieber meinen Mund und fertig ist die Laube. Kommentare |
2020-04-23 19:45 |

Keine Ruhe geben, dass haben die alle nicht verdient!