Verrückt
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Es ist alles so verwirrt, was ich schreibe, ich komme mir so unendlich durcheinander vor. So vieles, was eigentlich aufgeschrieben werden muss, was in Worte gefasst werden muss, um festgehalten zu sein. Um nicht zu entgleiten, entgleiten aus meinen Gedanken, die sich so oft neue Wege bahnen, neue Erkenntnisse erlangen. Ein immer fortdauerndes Spiel.
So durcheinander es auch ist, so sehr bin ich nun auf einen neuen Gedanken gekommen. Sonja, man wird verrückter, je mehr man nachdenkt. Alles drückt auf einen nieder, manches scheint einzustürzen. Ich hatte meinen schützenden Hut bis jetzt immer auf meinem Kopf, doch irgendwann nehme ich ihn ab. Es ist so verwirrend, wenn man merkt, dass man der Realität entgleitet, dass die Wirklichkeit einem aus dem Sinn schwindet.
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Man scheint das Leben und den Gedanke daran nur noch ertragen zu können, wenn man vollkommen durchgeknallt ist. Es wird alles so unerträglich, es zwingen sich dir Gedanken auf. Du siehst die Sekunden dahinschwinden und bekommst es mit der Angst zu tun. Angst, die Zeit könnte ablaufen, bevor du weißt, was geschieht. Die Zeit könnte schneller sein. Schneller als du.
Und der Sekundenzeiger läuft weiter, ganz unbeirrt, immer weiter und weiter. Und er wird es immer tun, bis zur Apokalypse, zum endgültigen Tod der Erde und des menschlichen Lebens. Und du weißt, dass du etwas herausfinden musst, dass du nachdenken musst, dass du sonst verloren wärest. Du musst es finden, du musst. Du weißt, dass es etwas gibt, dass es sich zu erfahren lohnt, wenn du es nur könntest.