nah
Die letzte Woche habe ich als völlig Fachfremde auf einem Informatiker-Kongress in Frankreich verbracht. Der morgige Vormittag wird mein letzter hier sein und danach fahre ich für ein paar Stunden nach Paris zum ersten Mal seit Jahren wieder und zum ersten Mal seit C.
Obwohl ich mithilfe der höchstmöglichen Dosis eines Antidepressivums mittlerweile soweit funktioneren kann, dass ich alle meine Klausuren und Hausarbeiten in den ersten beiden Jura-Semestern ziemlich gut hinter mich gebracht habe, war die vergangene Woche ein täglicher Kampf, nicht zu vergleichen zwar mit den depressiven Episoden vorher, aber doch mühsam und kräftezehrend.
Ich habe auf verschiedensten Wegen versucht, Kontakt zu C. aufzunehmen, aber er ignoriert mich beharrlich.
Morgen werde ich wieder auf alten Pfaden wandeln - ich sehe es schon kommen - die wenigen seltsamen Orte in Paris, die wir zusammen besucht haben...
Ich könnte nun versuchen, das ganze irgendwie schreibend zu verarbeiten, wie ich es seit jeher gemacht habe, aber mir sind die Worte ausgegangen. Das Leiden hat seinen letzten konstruktiven, den inspirierenden, Aspekt verloren, und übrig bleibt nur das Elend - des Verlustes, Selbstmitleids, der Dunkelheit, des Überdrusses und der Leere.
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So oft habe ich mich schon vor seinem Haus gesehen, wenigstens eine Notiz in seinem Briefkasten hinterlassend, doch es nützt nichts -
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