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Tagebuch Sommer
2026-06-25 22:30
Das Leben könnte so schön sein...
,,,wenn bestimmte Dinge normal laufen würden. Aber da ich gelernt habe, daß in diesem Jahr hier gar nichts normal läuft, ist das Leben auch nicht schön. Und warum das alles? Weil mein Vater im Krankenhaus ist. Das fing alles damit an, daß er am Morgen gefallen ist. Warum er gefallen ist, konnte er nicht sagen. Als ich das erste Mal anrief, ging es ihm nicht besser und er wußte nicht, was er machen soll. Den Hausarzt anrufen wollte er nicht und den Krankenwagen wollte er auch nicht anrufen. Ich habe die Nachbarin erreicht und habe sie gebeten, daß sie mal nach meinem Vater sieht. Was sie dann auch gemacht hat. Im Verlauf des Tages ging es ihm scheinbar besser und er war auch der Meinung, daß ich meine Sachen packen kann. Mal gut, daß ich das noch nicht gemacht habe, denn am Ende kam er zu der Erkenntnis, daß wir am Samstag nicht fahren und daß ich den Krankenwagen rufen soll. Das habe ich dann auch gemacht. Das Ergebnis ist natürlich nicht so schön: er ist dehydriert und einen fiebrigen Infekt hat er auch noch. Eine Sache reicht echt nicht. Ich habe absolut keine Ahnung, wie lange er im Krankenhaus bleiben muß und ob wir überhaupt noch an den Bodensee fahren können. Ich sehe schwarz, da bin ich ganz ehrlich. Natürlich ist die Gesundheit wichtiger und das hat immer Vorrang, das sehe ich ja auch ein. Aber es wäre echt toll gewesen, wenn wir am Samstag hätten fahren können. Daß in diesem Jahr nicht alles glatt lief, habe ich ja mehrfach erwähnt. Demnach wäre es schon toll gewesen, wenn wir hätten fahren können. Aber jetzt sind andere Dinge wichtiger. Ich weiß noch nicht mal, wie lange ich das alles noch aushalte. Für mich ist das auch alles nicht einfach. Ich gehe den ganzen Tag arbeiten und bin froh, wenn ich zu Hause die Füße hoch legen kann und nicht immer von A nach B laufen muß. Ich mache das ja auch gerne, aber ich weiß nicht, wie lange ich das noch mit mache. Ich bin todmüde und ich müßte eigentlich ins Bett, aber an Schlaf ist nicht zu denken. Die Hitze zerrt an meinen Nerven und dann sind da noch die Gedanken, was mit meinem Vater ist. Das ist echt nicht mehr feierlich. Ich habe gerade mal im Krankenhaus angerufen, um irgendwas zu erfahren, aber am Telefon darf man keine Auskunft geben. Ich könnte ja auch die Nachbarin sein. Mag sein, daß man recht hat, aber was soll ich denn machen? Es kann niemand von mir erwarten, daß ich mich in den Bus setze und ins Krankenhaus fahre. So wichtig ist das auch nicht. Bitte nicht falsch verstehen, aber wenn man mir am Telefon keine Auskunft geben kann, gibt man mir persönlich garantiert auch keine Auskunft. Da kann ja jeder kommen. Wenn ich morgen im Krankenhaus anrufe, wird man mir mit Sicherheit auch nichts sagen können. Datenschutz ist ja gut und schön, aber das man als Angehöriger so machtlos ist, ist unfaßbar. Es ist nicht weiter tragisch, wenn man bei der Visite erfährt, daß der Bettnachbar Tripper hat. Da zählen solche Dinge wie Datenschutz einfach nicht. Typisch Deutschland. Kommentare
01:51 27.06.2026
Daumendrück, dass er schnell wieder auf die Beine kommt! Good luck!
04:17 26.06.2026
Ich glaube nicht, daß er heute schon wieder entlassen wird. Wir wollten bis zum 13.07. bleiben. Es wäre schon cool, wenn wir am Montag fahren könnten. Ich muß ganz einfach abwarten, mehr geht echt nicht.
03:18 26.06.2026
Vielleicht wird er ja doch heute schon wieder entlassen? Zum Wochenende werden gern die Betten freigemacht ... Daumendrück! Wie lange wolltet Ihr bleiben? Lohnt sich eine spätere Fahrt ab Montag oder so? Good luck!
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Sommer Offline51 Jahre, DE mehr... 2026-06-25 22:30 |

